Die Emscher ist ein Fluss im Westen. Am Anfang glitzert ihr Quellteich. Mit gutem, klarem Emscherwasser. Unterwegs nimmt sie sich viel Zeit. So kann sie viel erleben. Und viel bewegen. Am Ende wird sie selbst bewegt. Der Rhein nimmt sie mit. Es geht ans Meer. Gute Reise, liebe Emscher!
Die Emscher hat Schwestern. Eine kennen alle: die Ruhr. Auf ihr fahren weiße Schiffe. Im Rhein, den man den Vater nennt, treffen sich die Schwestern. Der Vater musste gut aufpassen. Man sagte, sein Wasser könne die Ruhr nicht löschen, wenn sie brenne. Die Emscher war weniger feurig. Aber ein echtes Schmuddelkind.
Die Emscher ist alt, viel älter als die Menschen an ihren Ufern. Älter als das, was diese „Geschichte” nennen. Sie fließt von Ost nach West. Das wissen die Menschen, die Emscher nicht. Die Menschen wissen viel, und die Emscher lässt viel mit sich machen. In ihrem Tal gibt es kaum etwas, das „immer schon so war“.
Die Emscher hat Freunde. Sie sind das Beste an ihr. Sie erfinden ihren Fluss neu. Ganz anders als bisher. Die Emscher hatte es nicht leicht. Das sah man ihr an. Und roch es auch. Bis es dann anders roch: nach Zukunft. Bald schon werden wir dieses Flusstal nicht wiedererkennen. Und viele Freunde haben: Emscher-Freunde.